EMCS V2.0
Wie der Zoll mitteilt, müssen ab dem 1. Januar 2012 auch alle innerdeutschen Beförderungen unter Steueraussetzung elektronisch mit EMCS abgewickelt werden.
In der Version 2.0 wird das Verfahren EMCS um folgende Funktionalitäten erweitert:
- Aufteilung eines EVDs
- Abbruch einer Beförderung (Information vom Zollsystem)
- Information über manuelle Erledigung
- Ablehnung vor Empfang; kann vom Warenempfänger vor Ankunft mitgeteilt werden
- Erläuterungen zu Mehr- oder Mindermengen, vom Sender oder vom Empfänger zu senden
- Ereignisbericht (vom Hauptzollamt)
Dies bringt 6 neue Nachrichten mit sich, die diese Funktionalitäten abdecken.
Wichtig zu wissen ist:
- Vor Ende 2011 (= 31.12.2011) ist kein Austausch von Nachrichten in der Version 2.0 möglich
- Der Übergangszeitraum von V1.0 zu V2.0 ist vom 01.01.2012 bis Ende September 2012
- Mischbetrieb V1.0/V2.0 ist nicht möglich (ähnlich wie ein Mischbetrieb von ATLAS-Versionen innerhalb eines Verfahrens)
- Wenn Teilnehmer Nachrichten der Version 2.0 empfangen, selbst aber noch nicht umgestellt sind, führt das Zollsystem eine Konvertierung ins Format der V1.0 durch (nicht der Softwareanbieter!)
ATLAS V8.4 / ZABIS V7.0 / Clearingcenter
Für alle unsere Kunden, die ZABIS mittels Schnittstellen mit Daten bestücken oder auch in einzelnen Verfahren einen Blackbox-Betrieb haben, bedeutet der Update auf ZABIS V7.0 eine Anpassung der bestehenden Schnittstellen, die ggf. auch Erweiterungen in den Systemen des Kunden notwendig machen (wenn z.B. die EORI-TINs in der Schnittstelle übermittelt werden).
Wichtig:
Die ZABIS-Version, die ATLAS V8.4 bedient, wird ZABIS V7.0 werden. Dies hat ebenfalls gravierende Auswirkungen auf den Schnittstellenbetrieb, denn ab dem Update auf ZABIS V7.0 werden keine Schnittstellen der Version 5.0 mehr verarbeitet. Spätestens dann ist die kleinste zulässige Version V6.0 (im Verfahren SumA ist Version 6.2 dann die kleinste unterstützte Schnittstellenversion).
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Die Schnittstellenbeschreibungen der V6.0/6.2 sind in unserem Download-Bereich verfügbar.
Wenn Schnittstellen in der Version 6.x an ZABIS kommen, wird die EORI-Nummer automatisch in die Vorgänge eingesetzt – vorausgesetzt, sie ist im Kundestamm verfügbar. Für Ihre eigene EORI-Nummer kann das natürlich immer vorkommen; für Zollnummern Ihrer Kundschaft allerdings nur dann, wenn die EORI-Nummer im Kundenstamm vorhanden ist.